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Entstauungstherapie (KPE)

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie ist die wirksamste Methode zur Behandlung von Lymphödemen.

Gesicherte Grundlage der KPE ist die Tatsache, dass Lymphgefäße durch milde mechanische Reize zur Mehrarbeit, d.h. zu einem besseren Abtransport der Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe, angeregt werden.
Die komplexe physikalische Entstauungstherapie besteht aus 2 Phasen

Phase 1 – Die Entstauung:
Ziel der ersten Phase ist es, eine Reduktion des Umfanges der betroffenen Gliedmaßen zu erreichen.
Die Maßnahmen im Detail:
Je nach Stadium Einweisung in eine Klinik

1. manuelle Lymphdrainage – zweimal täglich
2. anschließende Kompressionsbandagierung mit Kurzzugbinden
3. Bewegung
4. Hautpflege / Hygiene
5. gesunde Ernährung, ggf. Gewichtsreduzierung
6. psychische Betreuung / Eigenmotivation

Ergänzend kann sich die Anwendung der apparativen intermittierenden Kompression positiv auf das Lymphödem und seine Folgen auswirken. In einigen Fällen werden zusätzlich Magnetfeld-, Ultraschall- und Ozontherapie sowie CO2 – Begasung eingesetzt. Oft ist bei der Ernährung eine Reduktionskost erforderlich, da Übergewicht zu einer Verschlechterung des Ödems führt.
Diese erste Phase dauert ca. 3-6 Wochen. Die individuelle Dauer ist abhängig davon, wie weit das Ödem bereits fortgeschritten ist. Erst wenn keine Verringerung des Umfanges an den betroffenen Körperregionen mehr erreicht wird, geht man über zu Phase 2.

Phase 2 - Konservierung und Optimierung:

Die Phase 2 dient dazu, die in Phase 1 erzielten Erfolge und Ergebnisse zu erhalten.
Die Maßnahmen im Detail:
1. manuelle Lymphdrainage – ein- bis zweimal wöchentlich (je nach Stadium) +Kompressionsbandagierung mit Kurzzugbinden
2. anschließend Tragen der Kompressionsversorgung in Flachstricktechnik
3. Bewegung
4. Hautpflege / Hygiene
5. gesunde Ernährung
6. Eigenmotivation

Das Tragen von Kompressionsteilen mind. der CCL 2 setzt die Kompressionstherapie mit Bandagen fort. Strümpfe, Handteile, Zehenkappen etc. sind meist maßgefertigt und können vom Patienten einfach und selbst angelegt werden. Diese sollten täglich getragen werden, von manchen Patienten sogar nachts. Die konsequente Kompressionstherapie trägt wesentlich zum Erfolg der Komplexen Physikalischen Enstauungstherapie bei. Zusätzlich sollte im Sommer zweimal wöchentlich, im Winter mindestens ein Mal wöchentlich eine manuelle Lymphdrainage durchgeführt werden.

Zusätzliche Therapiemaßnahmen:
Zusätzlich zu den entstauenden Behandlungsmethoden der manuellen Lymphdrainage und des Kompressionsverbandes hilft die Behandlung und Pflege der Haut, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Lymphpatienten und der Beginn mit einer speziellen Gymnastik. Die Gymnastik soll der Verlust an Bewegungsfreiheit frühzeitig entgegenwirken und verlangt die Mitarbeit des Patienten.

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  Aar-Lahn-Praxis 2019